Provisorischer Ball
Provisorischen Ball bei unklarer Ausgrenze als zweiten Ball ("Regelball") benutzt.
Der Spieler hat in einem Zählspiel seinen Abschlag in Richtung Ausgrenze verzogen (A). Er spielt einen provisorischen Ball (B).
Als der Spieler zu seinem ursprünglichen Ball kommt, muß er feststellen, dass der Verlauf der Ausgrenze unklar ist und er nicht sicher sein kann ob sein Ball im Aus ist oder nicht.
Er kündigt an, er werde den ursprünglichen Ball (A) spielen und der solle gelten, wenn die Spielleitung bestätigt, dass der Ball nicht Aus ist.
Den provisorischen Ball (B) werde er als zweiten Ball ("Regelball") gemäß Regel 3-3 spielen (C).
Die Wettbewerber meinen, das sei nicht zulässig, weil ein nach Regel 3-3 gespielter (Regel-)Ball kein provisorischer Ball nach Regel 27-2 sei.
Wessen Auffassung ist zutreffend?
Der Spieler hat Recht. Will ein Spieler Regel 3-3 anwenden, nachdem er einen provisorischen Ball gespielt hat, so muß er diesen (provisorischen) wie einen zweiten Ball im Sinne von Regel 3-3 behandeln. Die Aussage der Wettbewerber, daß ein nach Regel 3-3 gespielter Ball kein provisorischer Ball ist, ist zwar richtig, die Umkehrung davon trifft hier aber nicht zu.
Angewandte Regel: 3-3 Decision 3-3/1.
